STAYONFIRE Logo und Wordmark

Mein Lieblingsvers und was er dir sagen will: Römer 12,2

BlogPost · Soziales Leben

Zwei junge Fische schwammen einmal fröhlich nebeneinander durch das klare, blaue Meer. Plötzlich kam ihnen ein älterer Fisch entgegen. Mit einem weisen und freundlichen Lächeln nickte er den beiden zu und grüßte:

„Moin Jungs, wie ist das Wasser?“

Die beiden jungen Fische erwiderten den Gruß höflich, schwammen jedoch nachdenklich weiter. Eine Weile herrschte Stille zwischen ihnen, nur das leise Plätschern des Wassers war zu hören. Schließlich blickte der eine Fisch seinen Freund mit einem verwirrten Ausdruck an und fragte: „Was ist eigentlich Wasser?“

Eine neue Art und Weise zu denken

Ich liebe diese kleine Anekdote von David Foster Wallac. Sie führt mich zu einem meiner persönlichen Lieblingsverse:

„Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.“ (Römer 12:2)

Die beiden jungen, fröhlichen Fische in der Anekdote fragen sich, was der ältere Fisch mit Wasser meint. Das hört sich zunächst banal an, doch wenn man genauer darüber nachdenkt, liegt in dieser Unwissenheit eine tiefe Wahrheit.

Unzählige Einflüsse wirken auf uns ein und machen etwas mit uns. Manchmal nehmen wir es gar nicht wahr und fragen uns am Ende: Was ist Wasser?

Paulus spricht von einer bewussten Ausrichtung:

„Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken.“ [2]

Der biblische Text kommt uns wie der weise Fisch aus der Anekdote entgegengeschwommen und fordert uns auf, darüber nachzudenken, wovon wir uns derzeit treiben lassen.

Erster Schritt: Verstehen, was uns prägt

Hier beginnt der erste Schritt. Das Wasser überhaupt wahrzunehmen. Sehr oft habe ich den Eindruck, dass wir Christen uns einfach vom Zeitgeist treiben lassen und meinen, wir würden schon zu dem kommen, was Jesus wichtig ist. Ist das wirklich so?

Der Lebensstil und die Aussagen Jesu entsprachen nicht dem Mainstream. Wenn wir heute Jesus nachfolgen und im Großen und Ganzen keine anderen Werte verfolgen als der Rest der Gesellschaft, dann ist etwas Spannendes passiert.

Entweder hat unsere Gesellschaft eine unglaubliche Wende zu Jesus hin gemacht (das sehe ich allerdings weniger) oder wir haben uns so sehr angepasst, dass wir den Unterschied nicht mehr sehen.

Zweiter Schritt: Den Unterschied erkennen

Ich möchte den Heiligen Geist immer wieder neu bitten, mir ein scharfes Gespür dafür zu geben, wo ich nicht mit, sondern gegen den Strom schwimmen muss.

Versteh mich nicht falsch. Es geht mir nicht darum, gegen etwas zu sein. Es geht mir um die Ausrichtung auf Jesus. Und jeder, der sich ausrichtet, wendet einer Seite auch den Rücken zu.

Dritter Schritt: Ausrichten

Paulus ermutigt die Christen in Rom zu einem neuen Denken. Dieses neue Denken soll von Jesus her gedacht werden.

Ob auf dem Sofa mit der Bibel und einem Kaffee in der Hand, im Hauskreis, hier in der STAYONFIRE App oder im Gespräch mit anderen Christen – wir dürfen das Wort Gottes immer besser kennenlernen, damit es unser Denken prägt.

Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen Früchte trägt. Genauso wenig, wie sich dein Denken von heute auf morgen von Jesus abwendet. Es ist immer ein vielschichtiger Weg mit unterschiedlichsten Impulsen, Schritten und Weggabelungen.

In allem will ich mich bewusst ausrichten. Und dieser Vers erinnert mich daran.

Auch wenn ich mich damit schwertue, einen einzigen Vers als meinen Lieblingsvers zu wählen, so ist dieser Vers ganz oben mit dabei.

Gerade weil er in unsere Zeit spricht.

Thaddäus
Schindler

Werde ein Teil der Community!

Google Play StoreApple App Store

Copyright 2026 © STAYONFIRE e.V.

Datenschutzerklärung·Impressum